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Erneut Rekordzahlen im Geschäftsjahr 2018

MTU wächst weiter

CF34 Wartung bei MTU in Ludwigsfelde Foto: MTU

Die MTU Aero Engines AG hat im Geschäftsjahr 2018 den Umsatz auf die neue Höchstmarke von 4.567 Milliarden Euro gestgeigert, 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern übertraf den bisherigen Höchstwert von 404,9 Millionen Euro aus dem Jahr 2017 um 18 Prozent und erreichte 479,1 Mio. Euro.


2019 erwartet die MTU rund 4,7 Mrd.Euro Umsatz. „Alle Geschäftsbereiche der MTU sind auf Wachstumskurs“, hieß es bei der Vorstellung der Bilanz. Das zivile Seriengeschäft dürfte organisch im niedrigen Zehner-Prozentbereich zunehmen und damit das am stärksten wachsende Segment sein. Für das zivile Ersatzteilgeschäft stellt die MTU 2019 ein Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Der Umsatz des Militärgeschäfts dürfte um 10 Prozent steigen. In der zivilen Instandhaltung erwartet die MTU organisch ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.

„Um auch in Zukunft am Wachstum des MRO-Markts zu partizipieren, optimieren wir unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich und bauen unsere Kapazitäten deutlich aus – zum Beispiel mit der EME Aero, unserem 50:50 Joint Venture mit Lufthansa Technik, dem weltweit größten und modernsten MRO-Shop für Getriebefans“, sagte Firmenschef Winkler.

Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2018 im zivilen Triebwerksgeschäft und in der zivilen Instandhaltung gleichermaßen gestiegen. Im zivilen Triebwerksgeschäft lag das Umsatzplus bei 24 Prozent auf 1.602,8 Mio. Euro (2017: 1.289,9 Mio. Euro). Die wichtigsten Umsatzträger waren das V2500 für die klassische A320-Familie und das PW1100G-JM für die A320neo sowie das GEnx, das die Boeing-Modelle 787 und 747-8 antreibt.

Der Umsatz der zivilen Instandhaltung hat um 23 Prozent von 2.285,3 Mio. Euro auf 2.799,8 Mio. Euro zugenommen. Die größten Umsatzanteile konnten das V2500 und das CF34, das in Geschäftsreise- und Regionalflugzeugen zum Einsatz kommt, auf sich vereinen.

Der Umsatz des militärischen Triebwerksgeschäfts ist um 3 Prozent von 444,9 Mio. € auf 431,3 Mio. Euro zurückgegangen. Hauptumsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200. „Im militärischen Triebwerksgeschäft sehen wir vor allem in einem Triebwerk für ein europäisches Kampfflugzeug der nächsten Generation Potenzial. Die MTU bereitet sich intensiv auf eine Beteiligung vor“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG.

Der Auftragsbestand der MTU lag 2018 mit 17,6 Mrd. Euro um 18 Prozent über dem Vorjahreswert von 15,0 Mrd. Euro. „Auch das ist ein neuer Rekordwert. Rein rechnerisch bedeutet er eine Auslastung von fast vier Jahren. Das unterstreicht einmal mehr die guten Perspektiven für die MTU“, sagte Finanzvorstand Kameritsch. Die wichtigsten Programme im Auftragsbestand sind das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM.

Mit 201,2 Mio.Euro lagen die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der MTU auf dem Vorjahresniveau (2017: 199,7 Mio. Euro). Den Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten bildeten die Getriebefan-Programme und ihre Weiterentwicklung, F&E-Arbeiten für den Boeing 777X-Antrieb GE9X sowie Technologiestudien für zukünftige Antriebsgenerationen und die Digitalisierung im Triebwerksbau.

Die Belegschaft der MTU ist 2018 um 10 Prozent auf 9731 Mitarbeiter angewachsen (31.12.2017: 8846 Mitarbeiter). Neueinstellungen gab es vor allem am Hauptstandort in München, bei der MTU Aero Engines Polska sowie an den Instandhaltungsstandorten Hannover und Ludwigsfelde.

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