Der zum Staatskonzern Rostec gehörende Triebwerksbauer ODK teilte mit, dass das neue Aggregat im Startmodus eine Leistung von 1450 PS erreichen soll. Damit schließt der Hersteller nach eigener Darstellung eine Lücke im heimischen Antriebsportfolio für kleine Passagierflugzeuge.
Hubschrauberantrieb als Grundlage
Entwickelt wird das WK-1600S von den Ingenieuren bei ODK-Klimow auf Grundlage des Hubschraubertriebwerks WK-1600V. Zentrale Komponenten wie der Gasgenerator wurden dabei übernommen, was den Entwicklungsprozess nach Unternehmensangaben beschleunigt.
Insgesamt liegt der Grad der Bauteil-Vereinheitlichung zwischen Hubschrauber- und Flugzeugversion bei 60 bis 65 Prozent, so ODK. Angepasst wurden hingegen die freie Turbine sowie Getriebe und Nebenantriebe, die für die neue Version eigens konstruiert wurden.
Ausgelegt ist der Antrieb für den Einsatz in Höhen zwischen 300 und 4500 Metern und Temperaturen zwischen minus 50 und plus 55 Grad Celsius.
Kommission setzt Rahmen für Zertifizierung
Bei ODK-Klimow tagte kürzlich die "Prototypenkommission", die sich eingehend mit dem Aufbau des Antriebs befasste und einen Plan für die weiteren Entwicklungsschritte billigte. Sowohl der Umfang der vorgesehenen Zertifizierungsarbeiten als auch die Anforderungen an künftige Prüfstände und erste Entwürfe der grundlegenden Zulassungsdokumente wurden festgelegt. Im Detail gab ODK diese allerdings nicht bekannt.
Ambitionierter Zeitplan
Bis zum Jahresende soll neben dem Prüfstand ein erstes Demonstrationstriebwerk gebaut werden, das anschließend Standläufe absolviert. Darauf aufbauend soll die endgültige Konstruktionsdokumentation für den Prototyp entstehen.
Geplant ist außerdem der Bau von drei weiteren Triebwerksexemplaren, an denen Lebensdauer- und Sondertests durchgeführt werden sollen. Parallel dazu wird ein Programm für Flugerprobungen vorbereitet.
Vorgesehen ist das WK-1600S für den Einbau in kleinere Passagierflugzeuge, wie die An-2-Nachfolgerin TWS-2DTS oder An-2 und An-3 selbst.





