AirAsia X hat 150 A220-300 im Wert von 19 Milliarden US-Dollar nach Listenpreisen fest bestellt. Die Niedrigpreis-Fluggesellschaft aus Malaysia hat nach eigenen Angaben Optionen auf weitere 150 A220-300 erworben. Das teilten AirAsia und Airbus im Rahmen einer Feier im Airbus-Werk im kanadischen Mirabel am 6. Mai mit. Es ist laut Airbus die größte Einzelbestellung für die A220 und bringt das Programm über die Marke von 1000 festen Bestellungen.
AirAsia wird zudem die Erstkundin der neuen, verdichteten Konfiguration mit 160 Sitzplätzen. Das sind zehn Sitze mehr als bisher. Dafür stattet Airbus die A220-300 mit zwei zusätzlichen Notausgängen über den Flügeln aus. Damit soll der Regionaljet das künftige Arbeitspferd der Fluggesellschaft werden, um die Margen auf Routen mit mittlerer Auslastung zu optimieren.
Wunsch nach A220-500
"Dieses Flugzeug ermöglicht es uns, das größte und dichteste Streckennetz aufzubauen, und ist damit ein unverzichtbares Instrument für mehr Effizienz. Seine Reichweite von bis zu sieben Stunden eröffnet völlig neue Möglichkeiten und ermöglicht es uns, das Angebot genau an die Nachfrage anzupassen und unseren Gästen durch eine höhere Flugfrequenz die Flexibilität zu bieten, zu fliegen, wann immer sie möchten", so Bo Lingam, CEO der AirAsia Group. Die ersten A220-300 sollen 2028 ausgeliefert werden.
Doch 160 Sitzplätze sind AirAsia eigentlich noch nicht genug. Die Airline wünscht sich die gestreckte Variante A220-500, die Airbus bisher abwiegelte. "Die A220 ist ein äußerst skalierbares Produkt, das einen nahtlosen Übergang zur künftigen Variante A220-500 ermöglicht, um den sich wandelnden Kapazitätsanforderungen gerecht zu werden, und als Nachfolger der in die Jahre gekommenen A320-Flotte im ähnlichen Kapazitätsbereich von über 180 Sitzplätzen dient", heißt es in einer Pressemitteilung von AirAsia.
AirAsia will ihre Flotte komplett auf Standardrumpfflugzeuge umbauen. Die Gruppe hat A320ceo, A320neo, A321neo und A330-200 im Dienst. Sie hat bei Airbus auch A321LR und XLR geordert. Die A220 soll auf Strecken in Asien eingesetzt werden und damit die größeren A320 und A321 für Mittelstrecken freimachen. Die A330 sollen dann Langstrecken nach Europa, Australien und Nordamerika bedienen. Erst im Januar hatte AirAsia X eine Bestellung über 15 A330neo im Zuge ihrer Reorganisation gecancelt.





