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Produktionshochlauf auf 60 Flugzeuge pro Monat

Airbus baut weitere A320-Endmontagelinie in Hamburg

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus wird die Produktion seiner Standardrumpffamilie auf den Rekordwert von 60 Flugzeugen im Monat erhöhen und dazu in Hamburg eine zusätzliche Endmontagelinie einrichten.

Wegen der anhaltend hohen Nachfrage nach Flugzeugen der A320-Familie erhöht Airbus deren monatliche Produktion bis Mitte 2019 auf 60 Flugzeuge pro Monat. Dies gab der Flugzeughersteller am Freitag bekannt. Damit erhält Hamburg eine zusätzliche Endmontage-Taktstraße für den Verkaufsschlager. Im Gegenzug sollen künftig die in Toulouse endmontierten A320 zur Kabinenausstattung nicht mehr nach Hamburg fliegen, sondern gleich in Toulouse ihre Inneneinrichtung erhalten. Damit sind dann alle A320-Endmontagelinien einheitlich aufgebaut. Hamburg ist Programmsitz der A320 und zentraler Rumpfmontagestandort und beliefert alle anderen Endmontagestandorte, darunter in Mobile, USA, und Tianjin, China, mit vorgefertigten und funktionsgeprüften Sektionen.

"Die steigende Nachfrage und der eindrucksvolle Auftragsbestand für die A320ceo und A320neo haben uns zu dieser Entscheidung gebracht", sagte Didier Evrard, Executive Vice President Programmes bei Airbus. “Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die geeigneten Teams und die richtigen Lösungen haben, um die höchste zivile Fertigungsrate aller Zeiten erreichen zu können."

Airbus hat bisher über 12200 Flugzeuge seiner Standardrumpffamilie verkauft und davon gut 6700 an 300 Betreiber ausgeliefert. 4300 feste Bestellungen entfallen auf die kommende A320neo mit neuen Triebwerken. Anteilig gewinnt das größte Familienmitglied A321 immer mehr Gewicht. Diese größte Version kann bis zu 240 Passagiere befördern und übertrifft damit die konkurrierende Boeing 737-900ER mit bis zu 204 Passagieren deutlich. Das erste Flugzeug der Generation A320neo soll, trotz kleinerer Verzögerungen im Testprogramm, weiterhin vor Jahresende ausgeliefert werden.

Airbus hatte erwogen, die Fertigung sogar auf 63 Flugzeuge im Monat zu erhöhen, war dabei aber auf Widerstand der Zulieferer gestoßen. So hatten die Triebwerkshersteller General Electric und Safran im Juni erklärt, ihre eigenen Zulieferer könnten dieser extremen Steigerung der Rate nicht so schnell folgen. Bislang hatte Airbus mit 50 Flugzeugen im Monat geplant.

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