Usbekistan bekommt einen zweiten Flughafen für die Hauptstadtregion. Am 17. Juni unterzeichnete die staatliche Gesellschaft Uzbekistan Airports am Rande des Tashkent International Investment Forum (TIIF-2026) eine öffentlich-private Partnerschaft mit einem internationalen Konsortium für den Bau und Betrieb eines neuen Flughafens nordöstlich von Taschkent. Investitionsvolumen und Gesamtkosten des Projekts wurden bei der Unterzeichnung nicht genannt.
Investoren aus drei Ländern
An dem Zusammenschluss sind das saudi-arabische Unternehmen Vision Invest (45 Prozent), der japanische Handelskonzern Sojitz (30 Prozent) und die südkoreanische Incheon International Airport Corporation (15 Prozent) beteiligt. Der usbekische Staat hält lediglich die restlichen 10 Prozent.
Die privaten Partner bauen und betreiben Terminal und Vorfeld, der Staat bleibt für Bau und Betrieb des Flugfelds selbst zuständig. Nach Fertigstellung übernehmen die privaten Investoren den Betrieb für 35 Jahre – also bis etwa 2065.
Erste Bauphase bis 2030
Auf einer rund 1.310 Hektar großen Fläche in den Distrikten Urtachirchik und Kuyichirchik soll zwischen 2026 und 2030 die erste Ausbaustufe entstehen. Erste Vorarbeiten laufen bereits. Bis Ende Juni soll mit der Verlegung von Versorgungsleitungen begonnen werden. Den symbolischen Spatenstich hatte Präsident Schawkat Mirsijojew bereits im Oktober 2025 gesetzt.

Der usbekische Staat wird lediglich zehn Prozent der Anteil des neuen Flughafens halten.
Zur ersten Ausbaustufe gehören zwei je vier Kilometer lange Start- und Landebahnen, ein Terminal mit rund 208.000 Quadratmetern Fläche, 98 Flugzeug-Parkplätze sowie ein Tankstellenkomplex und ein Tower für die Flugsicherung.
Damit soll der Flughafen bei voller Auslastung bis zu 20 Millionen Passagiere und 129.000 Tonnen Fracht pro Jahr abfertigen und bis zu 30 Starts und Landungen pro Stunde ermöglichen.
Ausbau auf das Vierfache des heutigen Flughafens
Langfristig soll das Terminal viermal so groß werden wie der bestehende Flughafen Taschkent und bis zu 46 Millionen Passagiere jährlich abfertigen können – mit mehr als 40 Fluggastbrücken und 160 Abstellplätzen. Ein konkreter Zeitpunkt für diesen zweiten Ausbauschritt wurde bislang nicht genannt.
Mautstraßen sollen den neuen Airport mit Samarkand und anderen wichtigen Städten des Landes verbinden.





