Brennstoffzellenantriebe: Airbus und MTU wollen Joint Venture gründen

Entwicklung eines Brennstoffzellenantriebs
Airbus und MTU wollen Joint Venture gründen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.07.2026
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Airbus und MTU wollen Joint Venture gründen
Foto: MTU Aero Engines

Airbus und die MTU Aero Engines planen ein Joint Venture, das die Entwicklung eines vollelektrischen Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebs vorantreiben soll. Das haben die beiden Unternehmen am 7. Juli mitgeteilt. Das Gemeinschaftsunternehmen soll vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und des Abschlusses des sozialpartnerschaftlichen Dialogs voraussichtlich 2027 seine Arbeit aufnehmen.

Es ist der nächste Schritt, nachdem der europäische Flugzeugbauer und der deutsche Triebwerkshersteller auf der Paris Air Show im Juni 2025 eine vertiefte Zusammenarbeit angekündigt hatten. Airbus hatte im März 2025 bekannt gegeben, sich im Rahmen seiner ZEROe-Initiative auf Wasserstoff-Brennstoffzellen zu fokussieren. Zuvor waren ein Brennstoffzellen-Prototyp sowie ergänzende Technologien wie Kryotechnik für die Speicherung von Flüssigwasserstoff getestet worden. Auch die MTU Aero Engines entwickelt seit mehreren Jahren einen Brennstoffzellenantriebsstrang und arbeitet derzeit an einem 600-kW-Demonstrator.

Erster Brennstoffzellenantrieb für ein Verkehrsflugzeug

Das Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und der MTU soll die Technologieentwicklung, Konstruktion, Erprobung und Zertifizierung eines Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebs vorantreiben. Ziel ist es, das erste wasserstoffbasierte Brennstoffzellenantriebssystem für ein Verkehrsflugzeug zu entwickeln. Das neue Unternehmen werde von Airbus und der MTU mit all ihren Kompetenzen sowie durch verschiedene Entwicklungs- und Fertigungsteams beider Unternehmen unterstützt, heißt es in einer Pressemitteilung. Wasserstoff habe das Potenzial, den Luftverkehr in einer Weise zu verändern, die mit der Wirkung von Elektrofahrzeugen im Automobilsektor vergleichbar sei.

"Unser geplantes Joint Venture ist der nächste logische Schritt im Rahmen unserer gemeinsamen Vision eines wasserstoffbasierten Antriebskonzepts für die Luftfahrt", sagte Bruno Fichefeux, Leiter Zukunftsprogramme bei Airbus. "Damit schaffen wir ein europäisches Kompetenzzentrum, das in der Lage ist, Spitzenforschung in industrialisierte, zertifizierbare elektrische Antriebssysteme zu übersetzen."

"Unser ambitioniertes Ziel ist es, den Weg zu ebnen für ein neu entwickeltes, sicheres, zuverlässiges und wirtschaftliches Antriebssystem, das zu einer klimaneutralen Luftfahrt beitragen wird", sagte Dr. Stefan Weber, Leiter Entwicklung und Technologie bei der MTU. Das Vorhaben sei ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zum ersten Wasserstoffantrieb. "Dafür wollen wir ein Unternehmen gründen, das den gesamten Lebenszyklus von Brennstoffzellen-Antrieben abdeckt, von der Entwicklung und Erprobung bis hin zur Zertifizierung und Vermarktung."