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Laminarprofil für Airliner

Airbus zeigt A340-Forschungsflugzeug auf der ILA

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Airbus brachte als Highlight die A340-300 BLADE zur ILA nach Berlin. An dem Testträger werden derzeit die Flügel der Zukunft erprobt.

Von längeren Flügeln bis zu sparsameren Triebwerken: An Verkehrsflugzeugen wurde in den vergangenen Jahren vieles optimiert, um sie effizienter zu machen. „Der nächste große Schritt ist die Reduzierung des Reibungswiderstands“, sagt Axel Flaig, Leiter der Forschung und Entwicklung bei Airbus. Wie das geht, wird nun am fast 27 Jahre alten A340-300-Prototyp (MSN001) untersucht.

Das Langstreckenflugzeug erhielt im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts BLADE (Breakthrough Laminar Aircraft Demonstrator in Europe) neue äußere Flügel. Sie ähneln denen eines Segelflugzeugs: so glatt, dass die umströmende Luft auf einer möglichst langen Strecke laminar bleibt, das heißt gleichförmig und parallel zur Oberfläche. Dadurch lässt sich der Reibungswiderstand um rund zehn Prozent reduzieren. Das wiederum soll den Treibstoffverbrauch eines Kurz- und Mittelstreckenflugzeugs laut Airbus um etwa fünf Prozent verringern. Ein A320-Nachfolger wäre wohl auch die erste mögliche Anwendung für die neuen Laminarprofile, die Ende der 2020er serienreif sein könnten.

Beim linken äußeren Flügel sind Vorderkante und Oberschale aus einem Teil. Foto und Copyright: Ulrike Ebner

Eine der größten Hürden war bisher die industrielle Fertigung von großen Laminarflügeln aus Kohlefaserverbundstoffen (CFK). Doch hierfür scheinen sich nun verschiedene Lösungen abzuzeichnen. An der A340 werden daher auch zwei Herstellungskonzepte untersucht. Der rechte Flügel ist vom Aufbau her eher klassisch und besteht aus einer Oberschale mit einer damit verbundenen Metallvorderkante. Der linke Flügel ist etwas komplexer: Vorderkante und Oberschale sind ein CFK-Teil. 

66 Stunden war die A340-300 BLADE seit ihrem Erstflug Ende September 2017 bereits in der Luft, und etwa noch einmal so viel soll sie bis zum Projektende im nächsten Jahr fliegen. Schon jetzt ist  Flaig sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Die Flügel ermöglichen laminare Strömung. Und unsere Messausrüstung ist besser als erwartet.“ In den Flugtests hätten sich leichte Unterschiede zwischen den beiden Herstellungskonzepten gezeigt. Noch sei nicht entschieden, welches letztlich weiterentwickelt wird.

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