Ukrainische Mi-8 fliegt aus Ostafrika nach Griechenland - zum Feuerlöschen

Dringender Waldbrand-Einsatz
Ukrainische Mi-8 fliegt aus Ostafrika nach Griechenland

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.06.2026
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Mi-8 des ukrainischen Unternehmens H3Operations mit Löschbehälter.
Foto: H3Operations

In Zeiten, in denen sich Flugrouten über Nacht ändern können und ganze Regionen mit Luftraumbeschränkungen konfrontiert sind, ist es ein anspruchsvolles Unterfangen, einen Hubschrauber über Kontinentgrenzen hinweg zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen. Mit genau dieser Aufgabe sah sich das ukrainische Unternehmen H3Operations konfrontiert, als es aus Griechenland eine Anfrage zur Feuerbekämpfung aus der Luft erhielt.

H3Operations ist mit seiner aus mehreren Mil Mi-8 und Mi-17 bestehenden Helikopterflotte vor allem für humanitäre Missionen in Afrika unterwegs – und der nächste für den Löschauftrag in Griechenland greifbare Hubschrauber weilte in Juba, der Hauptstadt des Südsudan.

Sofort nachdem der Hilferuf aus Griechenland eingegangen sei, habe man daher die in Juba geparkte Mi-8MTW-1 für die Überführung vorbereitet, heißt es seitens H3Operations. "Aus operativer Sicht war der Flug selbst eine herausragende Leistung", resümieren die Ukrainer in ihrer Pressemitteilung nicht ohne Stolz.

Für die erfolgreiche Verlegung der Mi-8 seien "disziplinierte Planung, Einsatzbereitschaft der Besatzung, zuverlässige technische Unterstützung und die Fähigkeit zur Koordinierung über mehrere Zuständigkeitsbereiche hinweg" unerlässlich, so das Unternehmen weiter. Das gelte "insbesondere, wenn der Zugang zum Luftraum eingeschränkt ist und Genehmigungen unter Zeitdruck eingeholt werden müssen."

Eine Woche unterwegs

Für ihre Überführung nach Griechenland startete die Mi-8 mit dem Kennzeichen UR-HZG und der Seriennummer 95724 laut Tracking-Daten von Flightradar24 am 2. Juni zunächst mit Kurs nach Westen und legte auf ihrem Weg aus Juba unter anderem Zwischenstopps in Cotonou (Benin), Abidjan (Elfenbeinküste) und Monrovia (Liberia) ein.

Von dort aus ging es weiter nach Cap Skirring im Senegal und an der afrikanischen Westküste entlang nach Nouadhibou (Mauretanien). Anschließend flog die UR-HZG auf die Kanareninsel Fuerteventura, von dort nach Agadir in Marokko, weiter nach Malaga (Spanien) und Maó (Menorca), bevor die Crew schließlich am 8. Juni – nach einem weiteren Stopp in Cagliari (Sardinien) – die griechische Hafenstadt Preveza erreichte.

Die finale, knapp dreistündige Etappe an den Zielort Naxos in der Ägäis war dann eigentlich nur noch Formsache.

Antonow An-32P als Löschflugzeug von XENA (Ukraine).
Xena

Stolz auf die eigene Leistung

"Bei diesem Einsatz ging es um Schnelligkeit, Präzision und Verantwortung", bilanzierte Wladislaw Klipachenko, Direktor von H3Operations, im Anschluss an die Überführungsodyssee. "Angesichts der derzeitigen Luftraumbeschränkungen erforderte die Verlegung der Mi-8 (...) starke technische Unterstützung, erfahrene Besatzungen und eine rund um die Uhr laufende Koordination."

Entsprechend stolz sei man deshalb darauf, "dass H3Operations so schnell reagieren und einen Beitrag zur Bekämpfung der Waldbrände in Griechenland leisten konnte." Für H3Operations sind die Verlegung und der anschließende Einsatz des Hubschraubers in Griechenland darüber hinaus nach eigenem Bekunden ein "Beweis dafür, dass ukrainische Betreiber schnell, in großem Umfang und auf höchstem internationalem Niveau liefern können, wo immer der Einsatz es erfordert."