Mit mehr als 2150 ausgelieferten Exemplaren ist die H145 einer der Besteller von Airbus Helicopters. Nun präsentiert der Hersteller mit der U145 erstmals eine unbemannte Ausführung des zweimotorigen Hubschraubers. Die U145 ist für den autonomen Betrieb in zivilen und militärischen Anwendungsgebieten gedacht. Das Uncrewed Aerial System (UAS) besitzt eine maximale Startmasse von 3800 Kilogramm. Damit eignet es sich für den Frachttransport, kann aber auch dank seines modularen Aufbaus auch für Hilfseinsätze bei Katastrophen oder zu Feuerlöschmissionen dienen. Im militärischen Bereich sind laut Airbus auch Überwachungsflüge, bewaffnete Aufklärung oder die Funktion als Drohnen-Mutterschiff denkbar.
Auf der ILA in Berlin wird Airbus Helicopters ein Modell der U145 in Originalgröße zeigen. Der Erstflug des Prototyps soll zum Jahresende erfolgen. Bei der Erprobung wird zunächst ein Sicherheitspilot an Bord sein.
Angebot für US Marine Corps
In den USA beteiligt sich Airbus an dem Wettbewerb des US Marine Corps für einen autonomen Transporthubschrauber. Basis für die MQ-72C ist die bewährte UH-72B Lakota. Das Programm erfolgt in Zusammenarbeit mit Shield AI, L3 Harris und Parry Lab.
Zweiter unbemannter Hubschrauber
Die U145 wird der zweite autonome Helikopter des Unternehmens, nach der VSR700, die auf der Cabri G2 gründet. Im Gegensatz zur bemannten H145 entfällt das physische Cockpit. Dafür gibt es eine Tür im Bug zur Beladung und einen dezidierten Frachtraumboden. Bei der Steuerung kommen spezialisierte Sensoren und künstliche Intelligenz zur Anwendung. "Mit der U145 bieten wir unseren Kunden eine autonome, unbemannte Version unseres Hubschraubers H145 an – dabei vereinen wir die bewährte Zelle, die Leistung und die Nutzlast der H145 mit der Autonomie eines UAS", sagte Matthieu Louvot, CEO von Airbus Helicopters. "Um den U145 und seine Fähigkeiten als Multi-Mission-UAS weiterzuentwickeln, werden wir mit führenden Partnern im Bereich autonomer Missionen zusammenarbeiten, um das UAS-Ökosystem in Europa weiter auszubauen", fügte er hinzu. Die Indienststellung ist für den Anfang des nächsten Jahrzehnts geplant.













