Die Forscher nutzen einen herkömmlichen PC-Flugsimulator (FlightGear), um in einer simulierten Cockpitumgebung einfache Flugaufgaben ausführen zu lassen. Der jeweilige Simulator-Pilot trägt eine verkabelte Datenbrille, die seine Pupillenbewegungen erkennen kann und an den Testcomputer meldet.
Datenbrille, Armband und Elektro-T-Shirt
Der Simulator-Pilot kriegt zum Beispiel eine Abhebegschwindigkeit, einen Abflugkurs, eine Zielhöhe und spätere Kurswechsel vorgegeben. Neben der Datenbrille können auch noch weitere Sensoren, etwa ein Armband im Stil eines Fitness-Trackers, oder ein spezielles Daten-T-Shirt, das die Atemfrequenz misst, angeschlossen werden.
KI-Zeugnis kommt sofort aus dem Computer
Nach wenigen Minuten kann das System aus den gewonnenen Daten mittels künstlicher Intelligenz die Ausführungsqualität und das Streßniveau des Piloten bewerten und eine Art Zeugnisprotokoll ausstellen, etwa wie genau Kurse und Höhen gehalten wurden und wie "unruhig" das Verhalten des Piloten jeweils wurde.
Mensch-Maschine-Schnittstelle
Das bisher rein zur Grundlagenforschung genutzte System könnte einmal dabei helfen, Trainingsinhalte zu verbessern, Piloten mit Ausbildungsmängeln oder Ausführungsdefiziten aufzuspüren, oder auch künftige Cockpits einfacher und sicherer bedienbar zu machen.





