Die Drohne CA-1EA (Electronic Attack) soll zellenseitig auf der in der Entwicklung befindlichen CA-1KA (Kinetic Attack) basieren. Allerdings erhalte sie einen zweiten Generator, um die Störanlage an Bord mit Strom zu versorgen, kündigte Helsing am Mittwoch auf der ILA an.
Stördrohne als Vorhut für Eurofighter
Die künftige Stördrohne kann einzeln oder im Verbund mit anderen Drohnen oder Luftfahrzeugen fliegen. Eine typische Paarung wäre zum Beispiel je eine KA und EA einzusetzen. Im Einsatz mit Eurofightern würden typischerweise je zwei EA-Drohnen einem bemannten "Strike Package"-Eurofighter vorausfliegen. Gut 100 Kilometer voraus könnten die Drohnen die gegnerische Auffassung und Bekämpfung des eigenen, anfliegenden Verbandes unterdrücken. Während die Kampfversion der CA-1 rund 500 Kilogramm Nutzlast schafft, kann die Störversion, trotz ihrer Störausrüstung, immer noch 250 Kilogramm eigene Waffen mitführen.
Vernetzung und Aufgabenteilung mit KI
Die Stördrohne CA-1EA kann sich durch Rundum-Kameras und per Laser visuell bei Tag und Nacht orientieren. Außerdem steht ein Radar zur Verfügung. Alternativ können sich die Drohnen auch untereinander, verdeckt Radardaten senden oder welche empfangen, so dass sie ihren eigenen Standort nicht durch Abstrahlungen verraten.
Erprobung auch mit Testpilot an Bord
Die CA-1KA wird derzeit bei der Helsing-Tochter Grob Aircraft in Tussenhausen gebaut. Sie soll 2027 zum Erstflug starten. Sie soll 2029 ihre Einsatzbereitschaft erreichen. Die Störversion CA-1EA soll 2031 einsatzbereit werden. Helsing plant, anfänglich die CA-1-Demonstratoren auch mit einem Testpiloten oder Beobachter an Bord bemannt zu fliegen, um den deutschen Luftraum besser für die Flugerprobung und Zulassung nutzen zu können.
Neue Störversion auf der ILA angekündigt :Helsing erweitert Drohne CA-1 zur Familie
Das Münchener Technologieunternehmen Helsing hat auf der ILA eine neue Version seiner unbemannten KI-Drohne CA-1 Europa vorgestellt. Der einstrahlige Schulterdecker soll künftig auch als Störflugzeug angeboten werden. Große Teile der Sensorik dafür steuert Hensoldt bei.
Veröffentlicht am 10.06.2026

Foto: Helsing




